Hoky Poky II

Installation & partizipative Performance - Galerie Gugging

© Philipp Giegerl / Galerie Gugging

„Through meditation and art, we can connect with our mother earth and reaffirm our cooperative nature, recognizing the environment as part of ourselves.“ (Sulak Sivaraksa)

Hoky-Poky II von Müller-Divjak (Jeanette Müller & Paul Divjak) tritt als temporäre Architektur für die Sinne mit den ausgestellten Werken der Art Brut in Rahmen der Ausstellung “type brut” in Dialog und erlaubt einen anderen Blick, eine veränderte Wahrnehmung. Die Installation thematisiert als spirituelle Szenografie Außenwelt und Innenwelt und öffnet als Stillleben der Augenblicklichkeit Raum für die Rückbindung an die Natur und mögliche heilsame wie magische und inspirierende Prozesse: Die Aufmerksamkeit gilt dem bewussten Atmen und Bewegen.

Im materiellen wie feinstofflichen Mittelpunkt der Arbeit steht die zu den Rosenartigen gehörende Brennessel (Urtica), die auf Englisch u.a.: hoky-poky, devil´s leaf, devil´s plaything, hidgy-pidgy, Indian spinach, seven-minute itch, stinging nettle oder true nettle genannt wird. – Ebenso vielfältig wie diese Bezeichnungen, sind die Wirkweisen der Pflanze.
Die Brennessel ist zäh und robust, gedeiht an den kargsten Stellen, auf Brachland und in zivilisatorischen Zwischenzonen. Sie ist nahezu auf der ganzen Welt verbreitet; als Nutzpflanze bleibt sie heute vielfach unbeachtet, sie gilt als „Unkraut“ und ihre umfassenden Wirkungen als – kostengünstige und allgegenwärtige – Heilpflanze drohen mitunter in Vergessenheit zu geraten. Von Alters her hat die Brennessel kulturelle Bedeutung, sie hat Eingang in Mythen und Bräuche gefunden.

Brennesseln, die gemeinschaftlich im Umfeld der Galerie und am Areal des Museums Gugging geerntet und verarbeitet worden sind, fließen sichtbar und olfaktorisch wahrnehmbar in die Arbeit ein: Einerseits in Form eines durch die Galerie führenden Brennesselwegs, basierend auf der Idee und Praxis der Geh-Meditation (Yong-Grom), andererseits als Brennesselhydrolat, angereichert um die Essenz weiterer vor Ort gesammelter Harze und Kräuter, als eigens komponiertes Bouquet im Rahmen einer Duftinstallation.

Je bewusster wir unsere Schritte setzen, desto lauter hören wir das Knistern und Rascheln unter unseren Füßen, desto klarer sehen wir wieder. – Es riecht nach Wiese, Holz und Moos …

“type brut” featuring: “Hoky Poky II” by Müller-Divjak, Galerie Gugging, 17.5.2018 – 17.9.2018

Hoky-Poky II by Mueller-Divjak occurs as temporary architecture for the senses as it enters into dialogue with the exhibited works of art brut and allows a different view, a changed perception. As a kind of  spiritual scenography the installation deals with outer and inner worlds. Directing the attention towards conscious breathing and moving it helps creating instantaneous space for the reconnection with nature and possible healing as well as magical and inspiring processes.

In the material as well as the subtle center of the artwork stands the stinging (Urtica), which in English is called: hoky-poky, devil’s leaf, devil’s plaything, hidgy-pidgy, Indian spinach, seven-minute itch, stinging nice or true nettle. – Just as diverse as these terms, are the modes of action of the plant.

The stinging nettle is sturdy and robust, thrives in barren areas, on fallow land, and in intermediate civilizational zones. It is widespread almost all over the world; as a crop, it is often ignored, and is today considered a “weed.” Its far-reaching effects as a – cost-effective and ubiquitous – medicinal plant threats sometimes to fall into oblivion. The stinging nettle has cultural significance since ancient times and has found its way into myths and customs.

For the show stinging nettles have been collectively harvested and processed in the vicinity of the gallery, and on the grounds of the museum Gugging. They are visibly and factorial perceptible in the gallery: On the one hand in the form of a so called “nettle walk”, leading through the gallery – based on the idea and practice of walking meditation (Jong-Grom) –, on the other as smellscape, a specially composed bouquet consisting of nettle hydrolat, enriched with the essence of other locally collected resins and herbs.

The more consciously we set our steps, the louder we hear the crackling and rustling under our feet, the clearer we see again. It smells like meadow, wood, and moss …

“type brut” featuring: “Hoky Poky II” by Mueller-Divjak, Galerie Gugging, 17.5.2018 – 17.9.2018



Future Memories

Installation - KMH, Liechtenstein

Ausstellungsansicht: Future Memories - Müller-Divjak

Future Memories @Müller-Divjak

In ihren immersiven, site-spezifischen spirituellen Szenografien setzten Müller-Divjak (Jeanette Müller & Paul Divjak) auf Reduktion und Entschleunigung. Sie laden zur körperlich-sinnlichen Erkundung von Zeit und Raum, zum perzeptiven Entdecken und Ankommen mit allen Sinnen ein. So auch mit der eigens für das KMH entstandenen Intervention FUTURE MEMORIES, in der sich das Künstlerduo mit Veränderungsprozessen, prekären Objektqualitäten, organischen Materialien im Wandel und dem flüchtigen Werkstoff  Duft beschäftigt. — mehr —


WHAT WE NEED

Partizipative Aktion

What We Need – ©Müller & Divjak

Im Rahmen der Content Art 2013 - Art Container vor der Karlskirche/Wien
Eröffnung: 9.10.13, 17.00 Uhr (Dauer: 10.-13.10.13, 15.00-20.00 Uhr)

WHAT WE NEED – VON MÜLLER & DIVJAK
Tell us, what we need, what we really, really need!

Im Rahmen des Projekts „WHAT WE NEED“ haben Jeanette Müller und Paul Divjak die BesucherInnen dazu eingeladen, zu AkteurInnen zu werden und mit Hilfe bereitliegender Schablonen, die Worte WE NEED um ein persönliches Symbol oder einen Begriff zu erweitern und auf die Außenseite eines Containers zu sprayen.

Die farbbesprenkelten Stencils wurden in Folge gerahmt und im Innenraum des Containers, der nunmehr zur Galerie mutierte, ausgestellt und verkauft. Der Erlös der Aktion ging an die Initiative gegen Unmenschlichkeit, die sich für eine veränderte Flüchtlingspolitik einsetzt.


Future Presents Lab

Angewandte Innovation Laboratory

Entwurf Verpackung für neue Staatsgeschenke (Klasse Kartak) ©Paul Divjak
Geschenke sind Symbole der Wertschätzung und Verbundenheit. Sie repräsentieren und erzählen von Weltanschauungen und Kulturen. Wir sind auf der Suche nach Gaben, die uns in Zeiten führen, die von Frieden, Respekt, „weltganzen“ Beziehungen, dem Bewusstsein eines vernetzten Miteinanders geprägt sind. Im “Future Presents Lab” werden materielle wie immaterielle Geschenke und Ideen entwickelt und erprobt. Wie können sie aussehen, klingen, riechen? — mehr —


The Transition Show

PSG / H.R.H. Princess Sirinthorn Art Gallery

The Transition Show - Mueller & Divjak

The Transition Show – Von Müller & Divjak

THE TRANSITION SHOW – VON MÜLLER & DIVJAK
PSG / H.R.H. Princess Sirinthorn Art Gallery, Nakhon Pathom, Opening: March 28th 2016

Tomorrows unitary world is in need of transcendence and liberation from a thinking in opposites. (George Czuczka)

The world is full of anxiety and of nihilistic emptiness. It is in spiritual and social crisis. What can we do about it? … — mehr —