bogusparts

aus: Decodierung: Recodierung [Hrsg. T. Kleinlercher], Triton, Wien [2000]

banana germ men men
[manner mag man eben]

banana germ men men
germane men man ban

green men man ban am
green beman man man
green man man man be

genre beman man man
genre men man ban me
genre man man man be

beman rang name men
beman rang mean man

anger nab men man me
anger men man man be
anger men man ban me

near bang men men am
near bang men man me

mega ran nab men men
mega ran men men ban

game ran men men ban
game ran nab men men

earn nag men men bam
earn men man gam ban

beer nag men man man

bane ram nag men men
bane nag men men arm

banana germ men men
germane men man ban — mehr —


Decodierung, Recodierung

Toni Kleinlercher (Hg.)

Wer den Code kennt, ist der Meister des Lebens … Ausgehend von Erfahrungen des Schriftstellers und Künstlers Toni Kleinlercher im kuenstlerischen Umgang mit Codierungs- bzw. Ueberschreibungsanwendungen wurden Schriftsteller, Theoretiker, Wissenschaftler, Komponisten und Künstler, die einen ähnlichen Zugang zu
ihrem Untersuchungsbereich haben, eingeladen, Beitraege zum Thema beizusteuern. Von programmierter Poesie über Notationssysteme, Abhandlungen zur Sprach- und Spieltheorie, Mathematik, Kybernetik und Zeichentheorie bishin zu grafischen Bildentwuerfen reicht das Spektrum der hier dargestellten Codierungsanwendungen.

Erschienen in konzeptueller Verbindung mit der Veranstaltungsreihe Decodierung: Recodierung (Kunsthalle Wien, 2000). Ein Projekt von Toni Kleinlercher zur Auflösung über die Gleichheit in der Leere.

Decodierung:Recodierung. Ein Lesebuch. Hg.: Toni Kleinlercher. Mit Beitraegen von Alien Productions, Friedrich W. Block, Paul Divjak, Oswald Egger, Thomas Feuerstein, Heinz v. Foerster, Clemens Gadenstätter, Petra Ganglbauer, Hartmut Geerken, Hermann J. Hendrich, Katharina Hinsberg, Felix Philipp Ingold, Ilse Kilic/Fritz Widhalm, Toni Kleinlercher, Ralf B. Korte, Richard Kriesche, Michael Lentz, Peter Mahr, Alexander Mehlmann, Oskar Pastior, Ronald Pohl, Werner Schandor, Valeri Scherstjanoi, Siegfried J. Schmidt, Ulrich Schlotmann, Lisa Spalt, Dieter Sperl, Robert Stähr, Christian Steinbacher, Ulf Stolterfoht, Liesl Ujvary.

Triton Verlag 2000
256 Seiten mit s/w-Abbildungen, 24 x 17 cm, Hardcover
ISBN 3-85486-066-8


Eisenbirne

Eisenbirne - Paul Divjak“zeit ist auch was schönes.”, claim nivea visage

es regnet, und er steht unter druck oder was auch immer, ist aggressiv und über und über müde. ein oberflächenbrüter ohne zeitreservoir, das ist er, denkt er, ein hirnbrunzer in wort und bild, ein worthülsenspucker mit todesangst. dann schaut er auf die uhr, was den moment auch nicht verlängert …

In Paul Divjak´s Erzählung “eisenbirne” scheint der Protagonist in seinem Körper und in den Paradigmen Zeit und Raum gefangen. Gleichzeitig ist er in der dritten Person zerebral vielschichtig unterwegs. Die sprachlich verdichteten Gedankenläufe vermitteln “authentische” Fragmente (möglicher) maskuliner Realitätskonstruktion. — mehr —


nonstop sprechanlage

(jump cut revival mix)

[25.3. - 3.4.1995] willst du nicht mit mir mitkommen? da geht es um das böse dieser mann heißt bolz ich bin nur mehr bis ungefähr sieben da ich muß dir für heute absagen das sind mörder-texte zum teil. ich brauche da sicher länger viel glück heute, baba hallo, hier spricht barbara aus spanien. vielleicht kannst du mir einen kurzen rückruf geben, ich ruf´ dich dann zurück. – so eine schöne stimme mir ist es ja wurscht falls du noch heimkommst vorher, könntest du vielleicht irgendeine pfanne mitnehmen [2.5. - 18.5.1995] hallo, hier spricht die susi vom matterhorn schönen dank für das bild guten morgen, danke für deinen brief bis demnächst, irgendwann sei nicht böse, daß ich dir das bücherl noch nicht geschickt habe, aber mir ist aufgefallen: ich hab´ deine adresse doch nicht wir haben freitag fünfzehn uhr, tschüß, baba, ciao hast du gestern auch gelbe gummistiefel gewonnen. oder: wo warst du? um sechs uhr nicht, um fünf uhr nicht eine nachricht an dich, falls du noch hier wohnst. – ich brauche einen schauspieler – wieder einmal – für einen film von mir, und ich denke du bist die richtige person dafür ich wäre gern mit dir ins bad gegangen wenn dem so ist, daß du noch einen zettel hast, den du mir geben wolltest, solltest, dann wär´s vielleicht schön, wenn du bei mir vorbeikommst ich bin heute abend zu hause — mehr —