Ich liebe Österreich …

Paul Divjak - Ich liebe Österreich, Österreich ist meine Lieblingsstadt

Cover: ©MUELLER-DIVJAK

“Countries also have cover stories and hidden selves.” (Matti Friedman)

Im Zentrum dieses Breviers steht eine experimentell-literarische Annäherung an Österreich, an dessen sprachliche Konstruktion und das verborgene „Selbst“ des Landes. Bekannte und weniger geläufige Reden über Österreich – so auch Zitate von Karl Kraus, Hilde Spiel, Ingeborg Bachmann oder Thomas Bernhard – treten als Fehlübersetzung in Erscheinung: mittels Google-Translate wiederholt ins Thailändische übertragen – eine Sprache, in die sich Hierarchien der Gesellschaft deutlich einschreiben – und wieder zurückübersetzt, mit all den von der KI generierten Unschärfen und Sinnverschiebungen.

Der Duktus von schlecht übersetzten Gebrauchsanweisungen erinnert in manchen Beispielen vielleicht an Dissertationen eben noch gewesener österreichischer Minister:innen. Und in der Tat werden im begrifflichen Gestelze und syntaktischen Gestolpere Sprachformen des machtpolitischen Diskurses (nicht nur Österreichs) wieder erkennbar. Der anarchische Witz und der feierliche Nonsense so mancher Kalauer freilich lässt eine als typisch österreichisch bezeichnete sprachsatirische Tradition hochleben.

“Nonsens und Sprachkritik, friedlich vereint.” (Sebastian Fasthuber, Falter)

ISBN: 978-3-85415-656-7
96 Seiten, brosch., erschienen 2023, mit einem Nachwort von Franzobel
Ritter Verlag



Der parfümierte Mann

Paul Divjak - Der parfümierte Mann

Die wahren Abenteuer finden in der Nase statt.

Der Duftpoet Paul Divjak widmet sich nach »Der Geruch der Welt« einer speziellen Geschichte des Dufts: der des parfümierten Mannes. Neben einer einleitenden Kulturgeschichte des Herrenparfums gibt er einen stilsicheren Überblick über die besten Düfte vom 19. Jahrhundert bis heute. Aus dem unübersichtlichen Sprühnebel hat er fünf Parfums ausgewählt, anhand derer er zeigt, was einen guten Duft ausmacht. Und wie haben sich eigentlich mit den Parfums die Rollenbilder durch die Jahrzehnte verändert? Wie kann man die Zeichenhaftigkeit und Flüchtigkeit von Düften überhaupt beschreiben? Die Antworten darauf finden Sie in diesem Buch, ebenso wie zahlreiche Tipps und Parfumempfehlungen. Denn eines ist gewiss: Es ist eine Kunst, gut zu riechen!

“… ein unterhaltsam belehrendes Buch über Trends und Umstände, Zusammensetzung und Aufmachung, Mut und Marketing.” (Der Freitag)

Sachbuch 152 Seiten. Edition Atelier
ISBN: 978-3-99065-040-0

“Der parfümierte Mann” bestellen bei: Morawa, Thalia, orellfüssli, Saint Charles Onlineshop


Dardanella

Roman

Cover.Dardanella

Alles wird gut. Auch wenn die Zeichen dagegen sprechen.

Ein namenloser Ich-Erzähler ist mit seiner Adipositas und jeder Menge Ennui unterwegs auf hoher See. Als kraftloser Odysseus betrachtet er auf der Luxusyacht Dardanella das Imaginäre wie das Reale und beschreibt – manchmal mehr, manchmal weniger nüchtern – seinen Zustand und jenen der Welt. Da taucht ein alter Seelöwe auf und philosophiert mit Oskar Werner über das Sein, da treibt ein toter Schweizer Finanzhai an Steuerbord vorbei, da singen Walrosse in der Dämmerung und beklagen den Verlust ihres natürlichen Habitats. Und schließlich begegnet uns eine hübsche Tänzerin ohne Brüste, in die sich – wie könnte es anders sein – der Protagonist dann auch verliebt. Was sich in Divjaks Prosa-Logbuch einschreibt, sind Fragmente des Alltags vor dem globalen Kollaps, literarische und (pop)kulturelle Verweise und der Topos der Lebensreise auf einem (Narren-)Schiff. Im flirrenden Wechsel von Fakt und Phantasie wird nachvollziehbar, wie Wirklichkeit durch das Produzieren von Bildern heraufbeschworen wird.

“Mit seinen einprägsamen Stimmungen, schillernden Kontrasten und schwarzem Humor erweist sich Paul Divjaks „Dardanella“ als sozial- und mediensatirisches Bravourstück: eine mitreißende Bestandsaufnahme und literarisch-surreale Gegenschrift heutiger Endzeitszenarien.”

Ritter Literatur
ISBN: 978-3-85415-587-4
80 Seiten, brosch., März 2019 — mehr —


Lichtstunden

Erzählung

Lichtstunden - Paul Divjak“dunkelheit für immer gibt es nicht…”, udo jürgens

verschwitzt sitzt du da, schreibst vor dich hin. im suchen nach dem grund verfängst du dich im bodenlosen …

Viele angefangene Geschichten, aber keine Biografie. Eine Menge Stunden vor dem Fernseher, Einkäufe im Supermarkt, Alpträume, ein paar Begegnungen mit Frauen, mal flüchtig, mal intensiv. Keine Liebe für alle Zeiten, aber auch keine Katastrophen – eben ein modernes Leben. — mehr —


Dass die Bäume langsam sind

Thailändische Miniaturen

Cover_Dass die Bäume langsam sind, wissen wir

Cover ©Studio MUELLER-DIVJAK

“We find answers to our questions, when we are calm.” (Montien Boonma)

Was sich in Dass die Bäume langsam sind, wissen wir einschreibt, sind südostasiatische Atmosphären: Beobachtungen von Mikrofauna und royalen Zeremonien, ein Arbeitstrupp, der in der Mittagshitze Pflastersteine klopft, das Bild eines Drachens am Asphalt; Betrachtungen zu Alltag, Kunst und Metaphysik. Entstanden über einen Zeitraum von sieben Jahren erzählen die lyrischen Miniaturen von Künstlern und Künstlerinnen, Mönchen, alten Menschen und jungen, vom Leben in der Stadt, auf dem Land, an Orten des Tourismus und abseits davon. Aus wechselnden Perspektiven betrachtet scheint alles mit allem verbunden, die Dinge belebt – sie blicken auf den Menschen. Der Autor ist Skribent, Dolmetscher, Sekretär im Sinne von Francis Ponge. In knappen Worten hält er fest, was er mit offenen Sinnen sieht, hört, riecht und spürt. — mehr —