Leise

Rosakaro


Zeit für warmen Tee und sanfte Nostalgie. Das Wiener Kollektiv Rosakaro veröffentlicht die wohltuend-schöne Lo-Fi-Weihnachtsballade „Leise“

In einer Zeit, die von permanentem digitalem Overload, KI, globalen Krisen und dem Druck zur ständigen Selbstoptimierung geprägt ist, markiert die so genannte “stille Zeit” nicht selten den Höhepunkt der Erschöpfung am Ende eines durchgetakteten Jahres. Hier setzt „Leise“ an; Text und Musik erzählen von Einsamkeit, Heimweh und dem Wunsch nach ehrlicher, physischer Nähe:

„Hast Du meine Messages bekommen? / Ich lade Dich ein. / (Niemand ist gern ganz allein.)“

Rosakaro blicken in dem Lied auf ein anstrengendes Jahr zurück und beschreiben stimmungsvoll eine Beziehung, die sich im Alltagsstress verloren hat. „Leise“ ist kein klassischer Weihnachtssong, vielmehr ein emotionales Innehalten, vor dem Hintergrund einer Welt, in der zunehmend Ungewissheit, Unsicherheit und radikale Beschleunigung das Leben prägen.

––

Während der glattgebügelte Musikstrom im Algorithmus-Einheitsbrei ertrinkt, entzieht sich das Wiener Kollektiv Rosakaro jeglicher Verwertungslogik. Statt für die Endlosschleife digitaler Streaming-Friedhöfe zu produzieren, zelebrieren sie das analoge Relikt: Limitierte Kassetteneditionen als haptischer Mittelfinger gegen die Aufmerksamkeitsökonomie. In klanglichen Supernischen seziert das Kollektiv mit Intimität, Humor oder Tiefgang Alltag und Staat, und die Risse unserer Gegenwart – facettenreich und kompromisslos – far off von KI slop und Formatradio.

Listen & Download: Bandlab – Rosakaro – Leise



St. Moritz – EP

Weit weg. Und glücklich

Prickelndes Champagner-Klima, wohltuende Höhensonne und ein kühler Drink am kristallklaren Pool. Paul Divjaks jüngstes Œuvre lädt zu einer kurzen Zwischenlandung ins mythenumrankte St. Moritz ein. Entstanden im legendären Palace Hotel, “Rangierbahnhof und Operationsbasis der High Society” (© Der Tagesspiegel), serviert Divjak Elektronikhäppchen vom Feinsten – und das nicht nur für Industrielle, Erben, Neureiche und Steuerflüchtige. – Eccolo! Hier kommt der Melonen-Juice! Wir schließen die Augen, und genießen den Sound, der uns mit sich trägt und von ganz oben erzählt. Im Handumdrehen sind wir weit weg. Und glücklich.

Visit St. Moritz together with Paul Divjak. Fine pieces of electronica served fresh and on ice (… and not only for billionaires). His sounds take you far away and pretty soon you are high on happiness.
— mehr —


Rosakaro – In ästhetischer Distanz

Single

Rosakaro_In ästhetischer Distanz, Single

Cover: Studio MUELLER-DIVJAK/Rosakaro Records

ROSAKARO – „IN ÄSTHETISCHER DISTANZ”

„Wir wollten dieses Gefühl einfangen, wenn man all die Überflutung durch alltägliche Eindrücke und Informationen, die auf einen einströmen, filtern, die Welt auf Distanz halten muss, um sie ertragbar zu machen und wieder Schönheit entstehen zu lassen.” (Rosakaro)

ROSAKARO ist ein Künstler*innenkollektiv, das 2024 im Umfeld der Universität für Angewandte Kunst Wien entstanden ist und im mobilen Algopop Lab (Wien / Berlin) an neuen Songs tüftelt. Wiederkehrende Themen sind: Mensch, Maschine und Peripherie, Identitäten und Lebensformen im Wandel und mögliche Existenzen im KI-Zeitalter. Rosakaro verbinden elektronische Musik, Lo-fi Beats und Sound-Experimente mit generativer KI mit von DADA, der Wiener Gruppe und Hamburger Schule inspirierten Lyrics.

Die Single „In ästhetischer Distanz“, produziert vom Wiener Künstler & Produzenten Paul Divjak, verbindet Retro-Synth-Wave-Texturen mit Drumcomputer-Beats und sphärisch entrücktem Gesang und schafft so einen Sound, der träumerisch und strahlend eine Welt beschwört, in der Beobachtung und Teilhabe auf poetische Weise miteinander verschmelzen.

Label: RR – Rosakaro Records
Distribution: recordJet

Erhältlich auf allen Online-Plattformen //
Available on all music streaming services and platforms

„In ästhetischer Distanz“ auf Spotify
“In ästhetischer Distanz” auf Youtube


Rauschgold

Konkord/Rough Trade

Rauschgold - CD CoverEchte Gefühle für eine rastlos verkabelte Welt.

Spätabends, das letzte Bier klingt nach, und das Interesse für Raum und Zeit ist in der Kneipe zurückgeblieben. Die Leistungskurve ist auf den Nullpunkt gesunken, und das ist gut so. Umgeben von Wohlgefühl ist das Subjekt endlich anderswo. Leichten Fußes geht es durch akustische Klangwelten nach Hause, wo wir uns bald unter einer wohltemperierten Decke wieder finden. 
Draußen ist es Nacht, und es ist dunkel. Hinter den Schleiern des Pianos begleitet uns der Rhythmus verschleppter Beats durch die goldene Dämmerung in den Traum. Die letzten Bilder des Tages bespielen die innere Leinwand, die Geräusche ziehen in endlosen Loops durch das Unterbewusstsein. Leicht ist der Schlaf im ersten Licht des Morgens…

„Paul Divjak klopft mit seiner CD „rauschgold“ – entstanden in Zusammenarbeit mit B.Fleischmann – sanft an die Pforten der Wahrnehmung und öffnet melancholische Räume der Kontemplation. Der kreative Allrounder (Literatur, Film, Foto, Musik, Theater, Mode) stellt nach „a glimmer of hope“ (KONKORD 005) ein neues elektronisches Konzeptalbum vor. Wieder beeindruckt Divjaks Fähigkeit, mit minimalem Aufwand dichte, atmosphärische Klangbilder zu schaffen. „rauschgold“ ist abstrakte Ambient Music im besten Sinne. – Assoziativ und traumhaft schön!“

Nachtdunkel
Leichter Schlaf

Label: KONKORD (recordJet)

Rauschgold – Bandcamp
Listen / youtube
Spotify


Stimme im Kopf

Rosakaro

Es ist nie genug. Rosakaro thematisieren in ihrer neuen Single „Stimme im Kopf“ die Erfahrung mit innerer Kritik

Mit eingängigen Gitarrenakkorden und sanft verschleppten Beats taucht „Stimme im Kopf“ kopfüber in die Erfahrung des Selbstzweifels ein. Der Song setzt sich mit dem unerbittlichen inneren Kritiker auseinander – jener hartnäckigen Stimme, die Ängste, Vergleiche und Befürchtungen einflüstert. — mehr —