So fine / As if

7"

Cover art: Manuela Mitterhuber

The Western world has a brief history of ecstasy. Affected through and through by a belief system that triggered off the industrial revolution, achievement and pleasure were perceived as opposite poles of time spent. Work meant the construction of order. Pleasure meant indulgence in disarray. Formulated in more precise terms by Calvinism, such assumptions opened the world for the industrial revolution and the almost religious accumulation of wealth an property.

Also at the dawn of the revolution of the cultural industry, the same paradigms can be found. Freeing Rock´n´Roll from the indulgent disarray of darker and more intimate urges, over-achievers such as the Beatles would turn music into work. Manufacturing order in any possible aspect, intuition was replaced by multi-track recording and improvisation became theory.

The instrument to suffer the most was the guitar. Once upon a time, everyone could play guitar. But within years, guitar solos became orderly elements, pruned to grow entirely within the shape of a larger body. Only throughout the late 60s and 70s, the ecstasy of this instrument was re-discovered. On stage, lengthy guitar solos would follow short, three minute pop songs. In fact, many times the orderly son appeared to be little more than an excuse to indulge in the disarray that followed a whole day´s work. Bands such as Grobschnitt and later Spacemen 3 were tempted to discard the song altogether and dive straight into the indulgence. Everyone can play guitar.

The emergence of tools for digital desktop production and home-recording technology seemed to bring this process to a halt. The digital revolution would re-establish a working environment, where musicians were physically segregated, limited to their 17 inch screens, their bodies glued to the chair, performing on a stage the size of a mouse pad.

Rarely does a man bestride order and indulgence like a colossus. But here you have it. Find some miscellaneous things to do with guitars.
[Linernotes / So fine - sue.mi 2001]

Divjak/Pratter – 45rpm [suemi]

“Es hat schon so seinen paradoxen Charme. Catarina Pratter macht sich für die klassischen 3 Minuten Tracks stark, Paul Divjak für Gitarrenriffs, beides untergegangen im Rausch allgemeiner Elektrifizierung. Riffs lassen sich schließlich digital verschleiern, Vinyl-Medial retracken, und doch ist hiervon an der realakustischen Oberfläche kaum etwas zu vernehmen. Das Paradoxe spiegelt sich eher in der Struktur, bei Catarina Pratter z.B. an der Aufspreizung von “marrying an ordinary man” in eine siebenfache Clubsong-Variation. Paul Divjak hält sich mit seinen “two-sides” zwar an die Regel, unterwandert sie aber mit einer Spiegelung von “as if” und “so fine”. Kantige Riffs verwandeln sich in diskrete Phaser-Beats und rauhen von unten die Lied-Oberfläche auf, und in einer Gegenbewegung versequenzen sich die Beats selber, werden an der Oberfläche sichtbar. Hier ist die Melodie lediglich als Ornament erlaubt. Eine endlose, rekursive Schleife, die sich selbst verstärkt. Zwei hübsche digitale Mediendispositionen in Clubformat: Fragmentierung und Geschwindigkeit. Was will man mehr?”
[De:Bug 7/2002]

LABEL: SUEMI
FORMAT: VINYL (X1)
RELEASED DATE: 2001
STYLE: EXPERIMENTAL
GENRE: ELECTRONIC
ETCHING ID: SUEMI04
SUE.MI.CZ, 2001 PAUL DIVJAK



Science Fiction Pocket Museum

Beauty Survives


Science Fiction Pocket Museum - CD Cover

„Nach “Glimmer Of Hope”, “Rauschgold”, “Aural Siesta ” und “Money” präsentiert Paul Divjak wieder eines seiner feinen elektronischen Konzept-Minialben. Das Thema diesmal: das Space Age, das Rocket Age, die Zeit der obskuren SciFi-Trashfilme und die Faszination für fremde Planeten und entfernte Welten. Was Paul Divjak – gemeinsam mit Mix- and Master-Mastermind Hans Platzgumer - hier produziert hat, klingt wie der lang verschollene Soundtrack eines abgefahrenen Late-Night-B-Movies aus den 50er Jahren. Es knarzt und piepst und rauscht aus den verstaubtesten Ecken des Universums. Kosmische Hintergrund-Drones – “Beauty survives”, wie Captain James T. Kirk völlig richtig zitiert wird!“
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St. Moritz – EP

Weit weg. Und glücklich

Prickelndes Champagner-Klima, wohltuende Höhensonne und ein kühler Drink am kristallklaren Pool. Paul Divjaks jüngstes Œuvre lädt zu einer kurzen Zwischenlandung ins mythenumrankte St. Moritz ein. Entstanden im legendären Palace Hotel, “Rangierbahnhof und Operationsbasis der High Society” (© Der Tagesspiegel), serviert Divjak Elektronikhäppchen vom Feinsten – und das nicht nur für Industrielle, Erben, Neureiche und Steuerflüchtige. Eccolo! Hier kommt der Melonen-Juice! Wir schließen die Augen, und genießen den Sound, der uns mit sich trägt und von ganz oben erzählt. Im Handumdrehen sind wir weit weg. Und glücklich.

Visit St. Moritz together with Paul Divjak. Fine pieces of electronica served fresh and on ice (… and not only for millionaires and their wives). His sounds take you far away and pretty soon you are high on happiness.
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Bee Pop – The album

Welcome to the Bienendisko!

Bee Pop - CD Cover

Graphic Design by Miriam Strobach, Colletiva Design

Bee-Pop-A-Lula, you’re my honey! Zwei Dirigenten und gut 100.000 Musiker – solch ein großes Orchester gab es wohl noch nie zuvor in der Geschichte des Field Recording. Die beiden Künstler Paul Divjak und Wolfgang Schlögl (aka I-Wolf) bilden zusammen das Team Tool Time, verpflichtet der angewandten Klangforschung an der Schnittstelle zwischen Alltag und Kunst. Für das erste Album des Teams wurde im Sommer 2012 der Lebensraum der Apis mellifera, also der westlichen Honigbiene besucht.

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Rauschgold

Konkord/Rough Trade

Rauschgold - CD CoverSpätabends, das letzte Bier klingt nach, und das Interesse für Raum und Zeit ist in der Kneipe zurückgeblieben. Die Leistungskurve ist auf den Nullpunkt gesunken, und das ist gut so. Umgeben von Wohlgefühl ist das Subjekt endlich anderswo. Leichten Fußes geht es durch akustische Klangwelten nach Hause, wo wir uns bald unter einer wohltemperierten Decke wieder finden. 
Draußen ist es Nacht, und es ist dunkel. Hinter den Schleiern des Pianos begleitet uns der Rhythmus verschleppter Beats durch die goldene Dämmerung in den Traum. Die letzten Bilder des Tages bespielen die innere Leinwand, die Geräusche ziehen in endlosen Loops durch das Unterbewusstsein. Leicht ist der Schlaf im ersten Licht des Morgens…

„Paul Divjak klopft mit seiner CD „rauschgold“ – entstanden in Zusammenarbeit mit B.Fleischmann – sanft an die Pforten der Wahrnehmung und öffnet melancholische Räume der Kontemplation. Der kreative Allrounder (Literatur, Film, Foto, Musik, Theater, Mode) stellt nach „a glimmer of hope“ (KONKORD 005) ein neues elektronisches Konzeptalbum vor. Wieder beeindruckt Divjaks Fähigkeit, mit minimalem Aufwand dichte, atmosphärische Klangbilder zu schaffen. „rauschgold“ ist abstrakte Ambient Music im besten Sinne. – Assoziativ und traumhaft schön!“

Nachtdunkel
Leichter Schlaf

KONKORD – Free Listening
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