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Die Charaktere sind in der Zeit mental unterwegs in Richtung Stillstand.
sofa surfen kann als zeitgenössische Variation auf Frank
Wedekinds Frühlings Erwachen gelesen werden. In sehr
persönlichen, assoziativ durch Sprache und Musik erzeugten Wahrnehmungsräumen
träumen Divjaks Sofa Surfer nicht nur von der Attraktion
des jeweils anderen Geschlechts, sondern artikulieren auch und vor allem
ihre Sehnsucht danach, jemand oder etwas, statt
niemand und nichts zu sein.
Pressestimmen "Eine kurze, aber wortintensiv stilisierte Studie des zeitgenössischen Teenagerlebens." [Profil] Dem schriftstellerischen Output des in Wien lebenden Autors Paul Divjak
(35) hat man, ausgehend von seiner 2002 in der Edition Selene erschienenen
schattenfuge, sogar schon ein David "Lynch'sches Oszillieren"
attestiert. Ein sich an den filmischen Rätselwerken des amerikanischen
Regisseurs orientierendes Denk-, Bild- und hier eben: Textgeflecht, das
sich um nichts in der Welt auf den Grund der Tatsachen absenken, sondern
in der Schwebe halten möchte. "Junge Gefühle und die Suche nach dem Lebenssinn, der Traum vom anderen Geschlecht (von "Schnappschussbeinen in Feinstrumpfhosen"), Sex und Karriere. Wer fliegen will, fliegt. Wer lieben will, liebt. Und wer eine "Tussi" sein will, ist eine. (...)" [Kronen Zeitung]
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