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Leseprobe da taucht es wieder auf: das grosse, verwinkelte haus auf dem land. du bist müde und willst schlafen gehen. dein allabendlicher rundgang zeigt: die eingangstüre aus glas lässt sich nicht versperren. der schlüssel liegt abseits in einer holzhütte im garten. das hinaustreten in die nacht führt zu einer efeubewachsenen wand. du suchst den lichtschalter, kannst ihn nicht finden. eine laterne irgendwo, weit weg, flammt auf. plötzlich raschelt es im gebüsch. aus der dunkelheit löst sich etwas. ein tierähnlicher schatten (ein vierbeiner) durchkreuzt den garten, läuft an dir vorbei und zischt mit tiefer stimme: "tu's nicht!" verschwitzt sitzt du da, schreibst vor dich hin. im suchen nach dem grund verfängst du dich im bodenlosen. an einem geöffneten fenster. kurt kren, star der avantgarde und wenig später tot, und du. ihr lacht, und er grinst zahnlücke. du fragst ihn, wie viele stunden schlaf er braucht, um ausgeschlafen zu sein. auf einem bett in einem rustikal eingerichteten zimmer liegt dein freund marcel. im arsch ist's finster, und drinnen hat er ein handtuch stecken. nur ein zipfel frottee ist noch zu sehen. ein typ beginnt daran zu ziehen. meter um meter kommt eine lange handtuchwurst zum vorschein. - was für praktiken! du wunderst dich - swimmingpool - und nimmst die rolltreppe auf realitätsebene eins. (S. 36f.) Pressestimmen "Ein Buch, wie für einen relaxten Sonntagvormittag im Bett gemacht. Die ersten Sonnenstrahlen fallen ins Zimmer, man wacht auf und weiß, heute ist absolut keine Eile angesagt. Also gönnt man sich, seinen Träumen in aller Ruhe nachzuhängen. Hier hat man unbeschränkte Möglichkeiten, man ist Hauptdarsteller auf vielen Bühnen und sein eigener Regisseur zugleich. Über weite Strecken kann man "lichtstunden" wie Peter Handkes Theateranweisungen "Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten" lesen. Als eine Auflistung von Möglichkeiten, zu denen man vieles assozieren kann in seinem eigenen kleinen Kopftheater." [Der Standard] "lichtstunden wirkt filmisch arrangiert, verträumt trashig und unbeschwert wie ein Beastie Boys Video" [wellbuilt] "Eine gerade auf Grund ihrer Surrealität ernüchternde Beschreibung, wie einen die Wirklichkeit für immer verlässt - schon vor dem Tod." [Süddeutsche Zeitung] "Eine neue, hochinteressante Erzählstimme aus Österreich." [Profil] |