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Zum Buch in paul divjak´s "eisenbirne" scheint der protagonist in seinem körper und in den paradigmen zeit und raum gefangen. er ist aber gleichzeitig in der dritten person zerebral vielschichtig unterwegs. die sprachlich verdichteten gedankenläufe vermitteln "authentische" fragmente (möglicher) maskuliner realitäts-konstruktion. rhythmisch rasend und stilistisch gekonnt manövriert sich der autor durch die innenwelt des er. die welt außerhalb bildet die "bühne, die er nicht so schnell verlassen wird". die sprachbilder und gedankenmuster der "eisenbirne" stellen allemal mehr als einen lesesnack für zwischendurch dar. die geschichte sorgt schicht für schicht für lustvolles lesevergnügen. Leseprobe der körper ist ihm strunk, ist ihm ohne stamm ein baum. er erstickt. an seiner liebe zu ihr hängt er. maja ist ihm, was keine war, und diese nacht ist eine schlaflose. es regnet, und er steht unter druck oder was auch immer, ist aggressiv und über und über müde. ein oberflächenbrüter ohne zeitreservoir, das ist er, denkt er, ein hirnbrunzer in wort und bild, ein worthülsenspucker mit todesangst. dann schaut er auf die uhr, was den moment auch nicht verlängert. nicht von dieser welt fühlt er sich, in der fremde, verwirrt gedeiht alles um ihn herum, nur er bilde eine aussparung, eine freischwebende lichtung, leergut, pfandfrei. ein augenblick zeit ist im verstreifen im sekundentakt. (S. 34f.) Pressestimmen "Diesen Tonfall, diese Sprachverspieltheit, dieses vergrübelte Selbstzweifeln, das kennt man von der deutschen Band "Blumfeld": "Im Fallen eine Mischmaschine, denkt er sich fort aus seinem Körper", zB. - Eine Entdeckung." [Profil] "Hinter derm souverän legeren Sprachgestus verbirgt sich eine gekonnte literarische Verquickung von somatischen Erscheinungen und ihren psychischen Quellen. Sprachlich gewandt, rhythmisch rasant schreitet der Text in der dritten Person voran. Mit Vergnügen folgt die Leserin den Assoziationen, die neue Denkbilder wecken. Sprachliche Verfremdungen und ungewohnte Interpunktion stören das konventionelle Leseverhalten, produzieren witzige Bilder und brechen starre Sprachkombinationen auf." [Der Standard] "Wer sich selbst nicht in Ruhe lassen kann, wird sich schwer tun, Ruhe zu finden. - Buch und Autor werden in Zukunft beachtet werden müssen!" [schreibkraft]
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